Meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin
Von Oktober 1997 bis Oktober 2000 habe ich am Epilepsiezentrum Kork (heute: "Diakonie Kork Epilepsiezentrum") die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin gemacht.
Diese
drei Jahre waren sehr wichtig und lehrreich für mich. Einmal
im Monat fand eine Blockwoche statt, die restliche Zeit arbeitete man
auf einer Wohngruppe im Erwachsenen- oder Jugendbereich bzw. im
Mittelkurs für 6 Monate in einer der Epilepsie- Kliniken
(Stationen für Kinder/Jugendliche und Erwachsene). Diese
Zweiteilung empfand ich immer als sehr angenehm, denn während
der Schulzeit freut man sich auf das Arbeiten, und nach einer
turbulenten Zeit in der Praxis tut eine Woche Theorie - und damit etwas
Abstand von der Wohngruppe - mitunter sehr gut.
Die Praxis
Diese Gruppen/Bereiche habe ich während der drei Jahre kennengelernt:
- RWS III (ausgelagerte Gruppe in Kehl, Richard-Wagner-Straße)
- HPF V (Heilpädagogischer Förderbereich, Kork)
- Station Jackson (Kinderklinik, Station für die jüngsten Epilepsie- Patienten)
- Mu V (Wohngruppe im Jugendbereich, Kork, Muggelring)
Praxisproben
Viermal pro Jahr (zumindest zu meiner Zeit der Ausbildung) fanden Leistungsüberprüfungen in der Praxis statt (=> Praxisproben). Diese wurden von den HEP-Schülern selbst vorbereitet und organisiert (Termin, Thema). Hier exemplarisch einige Ausarbeitungen von mir:
- "Fit in den Sommer" -Sport als Spiel (Vorgegebenes Thema für die Gruppen-Prüfungspraxisprobe zum Oberthema "Bewegungserziehung/Sport")
-
"Rechter
Fuß und Linker Schuh" (Selbstgewähltes
Thema zur Einzel-Praxisprobe) -
"Putzen,
prüfen, probieren - mein Fahrrad."
(Selbstgewähltes Thema zur
Prüfungs-Praxisprobe) -
"Schlaf` gut!"
- eine Hausarbeit im Fach Psychologie über das
Thema "Schlaf", unter anderem im Zusammenhang mit epilepsiekranken
Menschen
Die Theorie: HEP-Schule
Mit der Schule war ich während der Ausbildung gelegentlich unzufrieden, weil die Organisation bisweilen sehr chaotisch war, manche Dozenten den Unterricht nicht allzu wichtig nahmen (häufig Ärzte aus dem Klinikbereich) und Stunden entweder ausfielen oder unvorbereitet zu sein schienen. Manche Fächer kamen meiner Meinung nach etwas zu kurz (z.B. Spiel- und Theaterpädagogik, Musik, Hauswirtschaft), wohingegen der Pädagogik- und Pflege-/Gesundheits- und Krankheitslehre-Unterricht wertvoll für mich waren. Im Moment findet in der HEP-Schule durch Umstrukturierungen der Organisation ein Wandel statt, was sich wohl auch in den Inhalten und Gewichtungen der Fächer niederschlagen wird. Deshalb werde ich mich zu genaueren Inhalten usw. nicht äußern.
